Reiseerfahrungen und Tipps für Touristen  

Liebe Baikalseeinteressenten,

im Sommer 2007 haben wir zusammen mit dem UNESCO Biosphärenreservat Baikal ein Projekt durchgeführt. Eine Gruppe von Praktikanten aus Deutschland fuhr zum Baikalsee. Die meisten sprachen kaum Russisch, was von uns beabsichtigt war. Die Praktikanten sollten harausfinden wie man ohne Russischkenntnise eine Reise erleben kann. Also wurden so Standardsituationen geschaffen, die viele Russland- und Sibirienreisende aus dem Ausland zu bewältigen haben. Ihre Erfahrungen liegen in Berichtform vor. Einige Aussagen, wie über Visumkosten, Flugpreise u.s.w. werden sich im Laufe der Zeit ändern, aber grundsätzlich ändert sich nichts. Wir hoffen diese Informationen sind fuer euch aufschlussreich. Viel Spass beim Lesen und Reisen!

Auf diesem Weg möchten wir uns bei dem Direktor des Biosphärenreservates Baikal Vasilij Sutula für seine Hilfe bei der Bereitstellung von Unterkünften und der Organisation von Ausflügen in die wunderschönen Gebirge bedanken.

 

Impressionen

Angelika Liebert

Am 05. August 2007 landete ich nach zweistündigem Flug um 13.15 Uhr Moskauer Zeit zusammen mit zwei weiteren Praktikantinnen am Flughafen Vnukovo in Moskau. Da der Zug erst abends um ca. 23.30 Uhr in Moskau losfahren sollte, hatten wir uns nicht informiert, wie wir zum Jaroslawler Bahnhof, also ans andere Ende der Stadt, kommen sollte ...>>>

 

Jörn Eike Siemens

Schon vor dem Überschreiten der russischen Grenze machten wir, eine Gruppe von Praktikanten, rege Bekanntschaft mit den “Herausforderungen” der Planung einer Reise durch Russland. Planungssicherheit ist ein Fremdwort in diesem Land. Man sollte sich also nicht der Illusion hingeben, den Auslandsaufenthalt im Voraus bis ins Detail durchorganisieren zu können...>>>

     

Franziska Storch

Da ich wegen meiner nicht vorhandenen Sprachkenntnisse nicht besonders innigen Kontakt zur Bevölkerung hatte, kann ich zu diesem Punkt auch nicht gerade viel sagen.Die Menschen in der Stadt waren zunächst distanziert und oft auch desinteressiert. Doch wenn man Hilfe brauchte und ersteinmal an sie ran kam, waren sie freundlich und hilfsbereit. Dann weckten wir auch ihr Interesse. „Wo kommt ihr denn her? Deutschland? Ach ja, da habe ich Verwandte.“ bekamen wir oft zu hören...>>>

 

Vera Nikonorova

Doch statt eines typisch russischen Eisenbahn-Erlebnisses, wie man es aus den Dokumentarfilmen von Bernd Rüge kennt, erwartet mich ein buntes internationales Publikum, darunter auch einige Deutsche. Für die meisten von ihnen ist Irkutsk ein Zwischenstopp, danach geht es weiter nach China oder in die Mongolei.Es herrscht eine ausgelassene Stimmung im Waggon, man tauscht Erfahrungen aus, singt zusammen, trinkt zusammen. Es wird auf Deutsch, Englisch und zumeist einem gebrochenem Russisch gesprochen...>>>

     

André Schübbe

Ziel der Reise war zunächst Tanchoj, Sitz des Biosphärenreservates „Baikalsky zapovednik“, gelegen direkt am Baikalsee. Das Hostel von Tanchoj bietet in familiärer Atmosphäre Übernachtungsmöglichkeiten an, so dass man von hier aus gut zu Wanderungen aufbrechen kann. Das Biosphärenreservat selbst eignet sich hervorragend zu mehrtägigen Exkursionen, allerdings ist die Begleitung eines Ranchers vorgeschrieben. Dies erscheint aber auch ratsam angesichts eines doch mitunter unwegsamen Geländes. In einer 6-köpfigen Gruppe waren wir im Biosphärenreservat Anfang September zwei Tage unterwegs und zelteten in der Nähe eines Flusses. Der Weg dorthin war von unterschiedlicher Qualität: Anfangs ist er als ein Wanderpfad ausgebaut...>>>

 

Julia Hettler

Um 06.30 Uhr klingelte der Wecker. Eine Stunde später saßen wir (Julia, Anna, Fabian) im Zug von Tanchoj nach Sludjanka. Unser Plan war, im Tunkatal einen mehrtägigen Pferderitt im Sajangebirge zu unternehmen, diese Idee fand allerdings noch am selben Tag ein schnelles Ende. In Sludjanka angekommen suchten wir eine Reisemöglichkeit nach Arschan, wo wir übernachten wollten. Gleich hinter dem Bahnhof boten uns Marschrutkafahrer. Plätze nach Arschan an. 2 Stunden später saßen wir in einem Minibus nach Arschan. Dort angekommen trauten wir unseren Augen nicht. Der für seine Thermalquellen bekannte Kurort entpuppte sich bereits nach wenigen Minuten als " ein Mallorca Russlands"...>>>